Rosi
Basisdaten
Restaurant: Rosi
Ort: Sechshauserstrasse 120; 1150 Wien
Homepage: https://www.rosi.wien/
Besuch: September 2026; Abend
Preisniveau: Chefs Choice Sharing: 65,-/P.
Öffnungszeiten: MI-FR 17:30-23:00; SA 09:30-23:00; SO 09:30-15:00
© Rosi
Im Rosi stimmt vieles auf eine angenehm selbstverständliche Weise zusammen. Die Atmosphäre wirkt vertraut und unprätentiös, nichts muss sich besonders wichtig machen. Dazu kommt ein aufmerksames Service, das nicht nur begleitet, sondern immer wieder auf die Besonderheiten der verwendeten Produkte aufmerksam macht. Erst beim Essen zeigt sich dann, wie viel Neues in dieser scheinbaren Einfachheit steckt: ungewöhnliche Kombinationen, vor allem aber Kräuter und andere Zutaten, die man vielleicht noch nicht kennt, verschieben die vertrauten Erwartungen. Auch die Anrichtung bleibt klar und ansprechend, ohne dekoratives Übermaß.
Eine kleine Irritation entsteht allerdings durch das Sharing-Prinzip. Was zunächst als stimmig komponierter Teller vor einem liegt, wird zum gemeinsamen Probieren auseinandergeteilt. Das schafft Nähe und Austausch, nimmt dem einzelnen Gericht aber auch etwas von seiner eigenen Gestalt. Gerade darin liegt eine interessante Spannung des Rosi: Das Neue wird nicht spektakulär präsentiert, sondern entsteht innerhalb einer vertrauten, gut gehaltenen Form – und diese Form wird beim gemeinsamen Essen zugleich wieder aufgelöst.
So bleibt am Ende weniger die Erinnerung an einen spektakulären Restaurantbesuch als an einen Ort, an dem man sich wohlfühlt und dabei immer wieder auf etwas stößt, das man so noch nicht kennt.
Emotionale Wirkung
Kulinarische Stimmung
Ein Gericht / Moment, der emotional hängen blieb
Wassermelonen-Sushi, das wie Thunfisch-Sushi schmeckt.
Wer kennt Pericon? - Wir mußten beim Service nachfragen, weil das Kraut kannten wir nicht.
Situations-Eignung
Dieser Ort ist ideal, …
um sich in einer vertrauten Atmosphäre auf überraschende Geschmackserlebnisse einzulassen.
einen unkomplizierten Abend mit neugieriger Offenheit
Vertrautes, das sich verändern darf
gemeinsames Entdecken und Teilen
Menschen, die Neues ausprobieren möchten, ohne dafür einen „besonderen“ Ort zu brauchen
eine moderne Form von Wirtshaus-Geselligkeit
Sauerteigbrot mit aufgeschlagener Butter und Gurkenvielfalt (ohne Foto)
Wassermelonen-Sushi
Kirschparadeiser mit Stracciatella, fementierten Marillen und Lavendelponzu
Shishito Paprika mit Käferbohne und Heidelboshi
Zucchinivielfalt mit Eigelb-Miso Emulsion
Wald und Wiesen Beuschel
Maultasche
Geeister Milchreis mit schwarzen Ribisel Sorbet und Pericon