Kässpätzle
Zutaten:
500 g Mehl (vlbg. Knöpflemehl)
100 ml Wasser
6 Eier
20 g Salz
200 g würziger Bergkäse
200 g Räßkäs
Zwiebel - pro P. min. 1 große (!)
Butterschmalz oder Maiskeimöl
Kartoffelsalat
Grüner Salat
Familienrezept
Jede Vorarlberger Familie schwört auf ihr Rezept, so habe ich es von meinem Vater gelernt. Wenn man das Knöpflemehl nicht bekommt, dann am besten griffiges und glattes 50:50 mischen.
Zuerst werden die Zwiebeln vorbereitet, denn sie benötigen die meiste Zeit. Möglichst feine Ringe schneiden – es werden mehr sein, als man denkt, und trotzdem zu wenige. In einer schweren, großen Pfanne ausreichend Butterschmalz erhitzen und die Zwiebelringe bei niedriger Hitze langsam und mit gelegentlichem Rühren darin garen, bis sie tiefbraun karamellisiert sind. Das Schmalz sollte heiß genug sein, damit die Zwiebeln leise blubbern. Je dunkler sie werden, desto mehr muss die Temperatur zurückgedreht werden, damit nichts verbrennt. Wer die Hitze erhöht und die Zwiebeln frittiert statt karamellisiert, schadet dem Gericht erheblich.
Mehl mit Eiern, Wasser und Salz zu einem Spätzleteig “schlampig” vermischen und den Teig eine halbe Stunde ruhen lassen. In dieser Zeit den Käse reiben.
Sobald die Zwiebeln fertig sind, mit einem Schaumlöffel aus dem Schmalz heben und abtropfen lassen – so werden sie knuspriger. Gesalzenes Wasser zum Kochen bringen, den Teig portionsweise durch einen Spätzlehobel streichen und die Spätzle herausnehmen, sobald sie an die Oberfläche steigen.
Spätzle und geriebenen Käse abwechselnd in eine Auflaufform schichten (orginal wäre eine Gebse, siehe Bild), mit Käse abschließen und alles mit den karamellisierten Zwiebeln bedecken. Im Ofen bei 180 °C etwa 15 Minuten backen.
Für Nichtvorarlberger mag es fast absurd klingen, aber bei uns wird dazu ein Kartoffelsalat und fürs schlechte Gewissen ein grüner Salat serviert. Am Tisch sollte die Pfeffermühle stehen.