Julie & Julia

New York, 2002: Die frustrierte Büroangestellte Julie Powell setzt sich ein ehrgeiziges Ziel – sie will alle 524 Rezepte aus Julia Childs legendärem Kochbuch Mastering the Art of French Cooking in nur einem Jahr nachkochen und darüber bloggen. Parallel dazu erzählt der Film die Geschichte von Julia Child selbst, die in den 1950er Jahren in Paris das Kochen entdeckte und gegen alle Widerstände ihre Leidenschaft zur Berufung machte.

Nora Ephron verwebt diese beiden Lebensläufe zu einer warmherzigen, sprühend komischen Doppelbiografie. Meryl Streep spielt Julia Child mit einer solchen körperlichen und emotionalen Präsenz, dass man vergisst, eine Schauspielerin zu sehen – es ist eine der größten kulinarischen Charakterdarstellungen der Filmgeschichte.

Bœuf bourguignon war danach monatelang ausverkauft in Pariser Kochbuchläden – das sagt alles. Der Film zelebriert französische Klassiker wie Sole meunière, Coq au vin und Tarte Tatin nicht nur als Gerichte, sondern als Lebenshaltung. Die Küche ist hier kein Ort der Pflicht, sondern der Selbstermächtigung. Wer diesen Film gesehen hat, möchte sofort ein Kochbuch aufschlagen – am besten das von Julia Child.

Regie: Nora Ephron | USA 2009 | 123 Min.

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